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Wohnen

Klimaschonend in die Heizperiode

70 bis 80% der Energie in deutschen Haushalten geht in die Wärme. Während der Heizperiode hilft ein sinnvolles Heiz- und Belüftungsverhalten, Energie zu sparen. Räume, die wenig oder nur kurzzeitig genutzt werden (Flur, Abstellkammer, Gästezimmer, Schlafzimmer), brauchen nur so warm zu sein, dass es keine Schimmelgefahr gibt. In Wohn- und Arbeitsräumen genügt meist eine Raumtemperatur von 20 Grad, in Schlafzimmern genügen 16 Grad.

Klimafreundliches Stoßlüften

Zu ausgiebiges Lüften verschwendet vor allem im Winter viel Energie. Das liegt daran, dass Heizungen aktiv gegen die kalte Luft aus den Fenstern anheizen. Türen zu schließen und Fenster nur zum Stoßlüften zu öffnen, hilft bereits Energie einzusparen und die Wärme zu halten. Dauerhaftes Ankippen einzelner Fenster ändert laut ExpertInnen eher die Temperatur der Wände statt die Luftqualität. Vielmehr empfiehlt sich ein fünfminütiges Stoßlüften mehrmals am Tag, um für genügend frische Luft zu sorgen.

Gut gedämmt

Besonders bei einem Eigenheim bietet es sich an zu prüfen, ob eine Dämmung von Wänden, Keller oder Dach möglich und sinnvoll sind. Hierfür kann man sich an städtische oder kommunale Einrichtungen, z.B. Klimaschutzagenturen, wenden. Auch als MieterIn könnten Sie Ihre VermieterIn ansprechen. Dämmungen sind bei älteren Häusern besonders rentabel; zudem kann bei guter Planung Schimmelbildung vermieden werden.

Ökostrom - ja bitte!

Es gibt viele gute und auch preiswerte Alternativen zum konventionellen Strom der Stadtwerke. Wichtig ist dabei eine Zertifizierung wie OK Power Label oder das Grüne Strom Label. Zur Orientierung haben wir Ihnen hier eine Übersicht und Informationen zu zertifizierten Öko-Stromanbietern zusammengestellt.

Stromsparen zuhause

Der dauerhafte Standby-Betrieb eines einzelnen Gerätes kann bis zu 20 Euro Stromkosten jährlich bedeuten. Bei einem Rundgang durch Ihr Zuhause oder durch Ihr Büro können Sie überprüfen, welche Geräte am Netz hängen, ohne viel benötigt zu werden. Eine abschaltbare Steckerleiste verhindert in jedem Fall den Standby-Modus, der kontinuierlich unnötig Energie verbraucht. Energie lässt sich sparen, wenn alle Geräte, die gerade nicht gebraucht werden, komplett ausgeschaltet sind.

Nachts laden

Nachts gibt es einen Stromüberschuss in den Leitungen, da Haushalte und Industrie vor allem tagsüber Strombedarf haben. Kraftwerke jedoch produzieren in der Regel rund um die Uhr Strom. Wenn Sie Ihre Wasch- und Spülmaschine auf 2 oder 3 Uhr nachts programmieren, wird Strom genutzt, wenn es ohnehin einen Überhang gibt. Sie können auch Geräte, die aufgeladen werden müssen, wie z.B. Handys, Akkus von E-Bikes, Laptops etc. nachts an das Netz anschließen, um den Stromüberschuss in den Leitungen gut zu nutzen.

Akkus statt Batterien

Batteriebetriebene Geräte mit einem entsprechenden Akku auszustatten spart auf lange Sicht nicht nur Energie, sondern auch Sondermüll und Geld. Heutzutage gibt es für jede herkömmliche Batterie einen entsprechenden Akku zu kaufen, der einfach aufgeladen werden kann. So werden Batterien eingespart, die ressourcen- und energieintensiv hergestellt werden müssen.

Klimafreundlich Zähneputzen

Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste nutzen, empfiehlt es sich, die Bürste öfter mal neben das Aufladegerät zu legen und das Ladegerät bei Nichtverwendung aus der Steckdose zu ziehen. Denn ständiges Be- und Entladen schadet dem Akku und verbraucht unnötige Energie. Wenn Sie öfter komplett entladen, können Sie Stromkosten von bis zu 10 Euro im Jahr sparen. Noch klimafreundlicher ist manuelles Zähneputzen.

WLAN nur bei Nutzung

Wenn ein WLAN-Router rund um die Uhr läuft, benötigt er über 100 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einer Nutzung von ca. drei Stunden täglich anstatt von 24 Stunden lassen sich bei konventionellem Strom etwa 50 Kilogramm CO2 jährlich einsparen - und ca. 20 Euro an Stromkosten.

Klimafreundlich beleuchten

Wenn Sie alle Leuchten bei sich auf energiesparende (LED-) Leuchten umstellen, lässt sich bis zu 80% Energie einsparen. Außerdem ist gut für´s Klima, wenn das Licht in den Räumen, in denen man sich nicht aufhält, ausgeschaltet ist.

Klimaschutz auf dem Dach

Eine Photovoltaikanlage lässt sich auf dem Dach (oder Balkon) installieren und sorgt für unmittelbaren und sauberen Strom. Mit einer Solarthermie hat man fast rund ums Jahr heißes Wasser. Auch eine Dachbegrünung ist aktiver Klimaschutz, denn die Pflanzen binden CO2 und dienen gleichzeitig als natürliche Dämmung.

Energiesparender Abwasch

Mit dem Geschirrspüler ist es wasser- und stromsparender als von Hand zu spülen – vor allem, wenn er voll befüllt ist und im Normal- bzw. Sparprogramm läuft. Eine halb volle Maschine benötigt genauso viel Wasser und Energie wie eine volle Maschine. Wenn Sie regelmäßig mit dem Geschirrspüler den Abwasch machen, können Sie auch die Warmwassertemperatur in der Küche herunterstellen und sparen weitere Energie.

Getränke klimafreundlich kühlen

Wenn Getränke vorab kühl im Keller oder im kalten Wasser gelagert waren, dann verbraucht die anschließende Kühlung im Kühlschrank weniger Energie. Auch Verdunstungskälte kann man sich zunutze machen, indem eine Flasche in ein nasses Tuch eingeschlagen wird. Übrigens: Ein voller Kühlschrank hält die Kälte besser und verbraucht daher weniger Energie. Die Temperatur sollte dabei nicht weniger als 6-7 Grad betragen.

Kühlgeräte fit für das Klima machen

Gefriergeräte und Kühlschränke funktionieren länger und benötigen weniger Strom, wenn sie ein- bis zweimal jährlich abgetaut werden. Selbst Gefriertruhen oder Kombischränke, die sich als selbst abtauend bezeichnen, sollten ab und an komplett abgetaut werden.

Wasser auf Wohlfühltemperatur

Wenn Sie einen Boiler oder Durchlauferhitzer haben, dann entlastet es das Klima und den Geldbeutel, wenn Sie das Gerät auf die tatsächlich benötigte Temperatur stellen. Im Badezimmer braucht die Wassertemperatur meist nicht höher als 40 Grad zu sein und in der Küche auch nur dann mehr, wenn häufiger heiß abgespült wird. Wenn Sie die Wasserhähne auf kalt stellen, wird der Warmwasserkreislauf nicht unnötig aktiviert. Die Temperaturreduktion nutzt übrigens nicht nur dem Klima, sondern auch den Leitungen, weil sie weniger schnell verkalken.

Wäsche klimaschonend waschen und trocknen

Mindestens in den warmen Monaten bietet es sich an, die Wäsche zum Trocknen draußen aufzuhängen anstatt sie in den Trockner zu werfen. Denn die maschinelle Trocknung einer Ladung Wäsche verbraucht deutlich mehr Strom als das eigentliche Waschen. Energiesparend und damit klimaschonender ist es auch, wenn Sie bei höchstens 60 Grad waschen und die Maschine voll beladen ist. In der Regel reichen bei den heutigen Waschmaschinen und -mitteln 30 bis 40 Grad. Auf die Vorwäsche kann in der Regel ganz verzichtet werden.

Klimafreundliche Raumtemperaturen

In den Sommermonaten lassen sich angenehme Raumtemperaturen sich auf klimafreundliche Weise durch Quer- und Stoßlüften am frühen Morgen, spätabends oder nachts erreichen und wenn Fenster und Vorhänge geschlossen werden, bevor es draußen heiß wird. Durch das Ausschalten von elektrischen Geräten, Netzteilen und Lampen, die gerade nicht benötigt werden, lassen sich zusätzliche Wärmequellen reduzieren. Wenn das alles an besonders heißen Tagen nicht ausreicht, empfiehlt es sich, notfalls einen Ventilator anstelle eines Klimageräts zu verwenden, da dieser weniger Energie verbraucht. Eine Klimaanlage sollte maximal 6 Grad unter der Außentemperatur kühlen.

Übrigens: Beim Bauen und energetischen Sanieren sollte neben dem winterlichen Heizen der sommerliche Wärmeschutz mitbedacht werden, denn durch den Klimawandel werden Spitzentemperaturen im Sommer voraussichtlich künftig immer häufiger.

Treppenhaus statt Fahrstuhl

Ein Fahrstuhl verbraucht sehr viel Strom und erzeugt damit viel CO2. Daher empfiehlt es sich, öfter die Treppe zu nehmen und so COzu sparen. Pro vermiedener Aufzugsfahrt können Sie bis zu 30 Kilowattstunden Strom sparen.

 

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