FAQ - Frequently Asked Questions

Fragen zur Klima-Kollekte

Was ist die Klima-Kollekte?

Die Klima-Kollekte ist ein CO2-Kompensationsfonds, über den jeder Mensch, jede Organisation und jede Gemeinde unvermeidliche Emissionen von Reisen und aus der Nutzung von Strom- und Heizenergie sowie Papier- und Druckerzeugnissen kompensieren kann. Die Ausgleichszahlungen werden gezielt in Projekte im Globalen Süden investiert und mindern Armut vor Ort, indem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2-Ausstoß und schützen so das Klima. Die Klimaschutzprojekte werden durch erfahrene Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen konzipiert und umgesetzt und von unabhängigen Zertifizierungsstellen begleitet. 

Wie ist die Klima-Kollekte organisiert?

In Österreich wird seit 2019 die Klima-Kollekte von einer Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und Organisationen gemeinsam mit der Klima-Kollekte gGmbH in Deutschland getragen. Die Geschäftsstelle befindet sich bei der Diakonie ACT Austria in Wien. In Österreich werden Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sowie die Beratung und Durchführung von Kompensationen angeboten, die Abwicklung der Kompensationen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Klima-Kollekte gGmbH in Deutschland, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Dort entscheidet die Gesellschafterversammlung nach Beratung durch den Fachausschuss über die Auswahl der Projekte. Der Gesellschafterversammlung gehören kirchliche Organisationen aus Deutschland, der Schweiz und auch aus Österreich an: Von österreichischer Seite ist HORIZONT3000 als Gesellschafterin der Klima-Kollekte gGmbH in der Gesellschafterversammlung vertreten. HORIZONT3000 entwickelt auch selbst Kompensationsprojekte, die im Rahmen der Klima-Kollekte angeboten werden. 

Was unterscheidet die Klima-Kollekte von anderen Anbietern?

Die Klima-Kollekte unterstützt dabei, klimafreundlich zu handeln und so die Schöpfung zu bewahren. Die Projekte werden durch Fachorganisationen der kirchlichen EZA gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen entwickelt und dienen sowohl dem Klimaschutz als auch der Armutsbekämpfung vor Ort und tragen so immer dazu bei, die von den Vereinten Nationen definierten globalen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) zu erreichen. Um dies sicherzustellen, erfolgt die Auswahl und Umsetzung der Projekte nach dem Gold Standard und berücksichtigt sowohl den Beitrag zur Emissionseinsparung als auch den zur nachhaltigen Entwicklung. Die Klimaschutzbeiträge werden transparent und vertrauensvoll verwendet – dafür stehen die Klima-Kollekte und ihre Gesellschafterhäuser.

Die Stiftung Warentest hat Anfang 2018 die Untersuchung „Freiwillige CO2-Kompensation" bei sechs Anbietern durchgeführt und die Klima-Kollekte mit dem Qualitätsurteil "sehr gut" ausgezeichnet. Die PrüferInnen wollten wissen, was die Kompensationsanbieter konkret für den Klimaschutz tun und wie sie über ihr Handeln Rechenschaft ablegen. Entscheidend für das Testurteil war vor allem die Qualität der Kompensation. Um sie messen zu können, wurden die Zertifikate bewertet, mit denen den Projekten die CO2-Einsparung bescheinigt werden. Die besten Noten gab es für Zertifikate, die nach dem Gold Standard ausgestellt sind. In diesem Punkt hat die Klima-Kollekte mit am besten abgeschnitten, da sie nur nach dem besonders anspruchsvollen Gold Standard arbeitet.
 

Betreibt die Klima-Kollekte Ablasshandel?

Nein, denn die Klima-Kollekte vertritt die Position, dass Klimaschutzbeiträge im Vergleich zur Vermeidung von Emissionen immer nur die zweitbeste Lösung sind. Die beste Lösung wäre eine Kombination aus politischer und individueller Handlung, d.h. eine Bepreisung der klimaschädlichen Emissionen und Förderung von Vermeidungsinstrumenten bzw. -technologien sowie die individuelle Anstrengung für einen klimafreundlichen Lebensstil. Niemand kann sich durch fromme Handlungen oder die Zahlung von Geldbeträgen von der Verantwortung freikaufen. Die christliche Botschaft von der Gnade und Liebe Gottes gegenüber seiner Schöpfung und jedem einzelnen Menschen ist für die Klima-Kollekte, ihre Gesellschafterhäuser und ihre Partnerorganisationen eine Ermutigung zu verantwortungsvollem Handeln, zur Bewahrung der Schöpfung und zu mehr Klimagerechtigkeit.

Wann ist Kompensieren sinnvoll?

Die klare Antwort lautet: Kompensieren ist nicht der erste Schritt. Zunächst einmal muss es darum gehen, möglichst viele Emissionen zu vermeiden und den eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Kompensation ist aus Klimaschutzgründen dann eine sinnvolle Ergänzung, wenn zunächst Anstrengungen unternommen wurden, die Emissionen zu vermeiden oder weitestgehend zu reduzieren. Kompensation ist zu empfehlen, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: 

  • Die Emission ist unvermeidbar, das heißt es gibt derzeit noch keine realistische Alternative, die jetzt weniger CO₂ verursacht.
  • Bei der Umsetzung der Kompensation werden wichtige Standards eingehalten und die Projekte erfolgen zusätzlich und transparent.

Klimabewusstes Handeln findet daher immer anhand der Trias VERMEIDEN – REDUZIEREN – KOMPENSIEREN statt. 

Fragen zu den Projekten

Welche Projekte führt die Klima-Kollekte im Portfolio?

Die Klimaschutzprojekte werden den Kategorien erneuerbare Energien und Energieeffizienz zugeordnet. Sie werden von lokalen Partnerorganisationen umgesetzt und gemeinsam mit der beteiligten lokalen Bevölkerung in Ländern des globalen Südens entwickelt.

Sie mindern Armut vor Ort, in dem sie Frauen stärken, Gesundheit schützen und Perspektiven ermöglichen – zudem verringern sie den CO2-Ausstoß und schützen so das Klima. Außerdem leisten sie einen Beitrag zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs). Die Projekte sind zertifiziert mit dem Gold Standard for the Global Goals. Kleinstprojekte mit einer jährlichen CO2-Reduktion von unter 5.000 t CO2 können in Anlehnung an den Gold Standard entwickelt werden und halten dessen strenge Kriterien ein. Diese Projekte lassen wir zudem stichprobenartig von externen GutachterInnen überprüfen.

Einen Überblick über unsere Projekte finden Sie hier: https://klima-kollekte.at/projekte/.

Warum unterstützt die Klima-Kollekte keine Aufforstungsprojekte?

Das Aufforsten von Wäldern garantiert nicht, dass CO2 dauerhaft eingespart wird (Permanenz). Bäume können gefällt werden, von Schädlingen befallen oder ungeplant niederbrennen. Dadurch entweicht der in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff wieder als CO2-Emission in die Luft, sodass die ursprünglich gebundenen Emissionen wieder freigesetzt werden.

In verschiedenen Fällen sind zudem die Landrechte bei Aufforstungsprojekten nicht immer geklärt, sodass es zu Landnahme kommen kann. Des Weiteren werden die Rechte der ansässigen Bevölkerung nicht immer ausreichend wahrgenommen. Wenn Kleinbäuer:innen im Rahmen von Waldschutzprojekten in Waldteile außerhalb der Projektgrenzen umgesiedelt werden, dann wird das Problem der Abholzung nur verlagert.

Wieso finden die Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern statt und nicht in Österreich?

Die Industrienationen wie Österreich sind Hauptverursacher des Klimawandels. Weiterhin sind es allerdings die Menschen in den Ländern des Südens, die den Klimawandel und seine Folgen noch viel drastischer zu spüren bekommen als wir im globalen Norden. Zudem haben diese Menschen kaum oder gar keine Möglichkeit etwas daran zu ändern und sind dem Klimawandel somit doppelt ausgeliefert. Deswegen ist es auch eine Frage der Gerechtigkeit, wenn die VerursacherInnen des Klimawandels über die Klima-Kollekte einen Beitrag leisten, um auch in Ländern des globalen Südens erneuerbare Energien auszubauen oder durch Projekte der Energie-Effizienz die Lebensgrundlagen vor Ort zu verbessern.

Aufgrund der Anbindung an die Kirchen nutzt die Klima-Kollekte partnerschaftliche Beziehungen mit den Partnerorganisationen im globalen Süden und kann so auf Augenhöhe und in Zusammenarbeit Projekte ermöglichen. Dadurch wird langfristig die Lebenssituation der Betroffenen verbessert, speziell dort wo keine staatlichen Mechanismen für die Versorgung mit Energie, Gesundheit oder Bildung greifen.

Wie wählt die Klima-Kollekte ihre Projekte aus?

Die Projekte der Klima-Kollekte folgen hohen ökologischen und sozialen Maßgaben: Sie fördern die Armutsbekämpfung, unterstützen Minderheiten, beachten Geschlechtergerechtigkeit und unterstützen Bildung und Gesundheit vor Ort. Zentral für die Auswahl und Durchführung der Projekte ist das Sicherstellen des CO2-Ausgleichs. Dafür sind folgende Punkte wichtig:

  • Berücksichtigung wichtiger Treibhausgase wie CO2, Methan und Lachgas, die in CO2-Äquivalenten, also CO2e angegeben werden
  • Korrekte und nachvollziehbare Erfassung der Ausgangswerte zur Ermittlung der Emissionseinsparung (die so genannte Baseline) im Klimaschutzprojekt
  • Zusätzlichkeit gewährleisten, das bedeutet, dass ein Projekt nur aufgrund der zusätzlichen Finanzierung durch den Kompensationsmechanismus umgesetzt wird
  • Carbon leakage ausschließen, d. h. die Durchführung des Projekts darf nicht dazu führen, dass an anderer Stelle mehr Emissionen verursacht werden.

Die Auswahl der Projekte richtet sich u.a. nach der Region in der das Projekt angesiedelt ist und nach der umsetzenden Organisation sowie der Projektart und der Zielgruppe. Außerdem können Projekte nur über eines der Gesellschafterhäuser eingebracht werden. Die Projekte unterliegen einer Prüfung durch den Fachausschuss der Klima-Kollekte und werden verantwortungsvoll und transparent von den Gesellschafterhäusern umgesetzt.
 

Was ist der Gold Standard?

Der Gold Standard ist ein Gütesiegel für Klimaschutzprojekte in Ländern des Globalen Südens. Er wurde 2003 vom WWF und anderen Umweltverbänden entwickelt und will sicherstellen, dass Projekte nicht nur dem Klima, sondern auch den Menschen nützen. Daher werden nur Projekte zertifiziert, die nachweislich zur Reduktion von Treibhausgasen führen und gleichzeitig gut für die Umwelt und soziale Belange der lokalen Bevölkerung sind. Nähere Informationen erhalten Sie hier: https://www.goldstandard.org.

Fragen zum Preis

Wie berechnet sich der Preis?

Der Preis für die Kompensation einer Tonne CO2 ergibt sich bei der Klima-Kollekte aus den Kosten, die bei der Durchführung des Klimaschutzprojektes und der Prüfung bzw. externen Bestätigung der Emissionsminderungen durch den Gold Standard anfallen. Die Höhe der Kosten ist abhängig von der Größe des Projekts, der verwendeten Technologie und dem Land, in dem das Vorhaben umgesetzt wird. Die Preise werden zudem auch durch den Handel der Zertifikate auf den Märkten beeinflusst. Um die Berechnung für Sie einfacher zu machen, haben wir uns daher für einen Durchschnittspreis pro Tonne CO2 von 25 EUR entschieden.

Warum ist der Preis für den Ausgleich einer Tonne CO2 gestiegen?

Die Klima-Kollekte hat zum 1. Januar 2021 den Preis für eine Tonne CO2 von 23 Euro auf 25 Euro erhöht. Das aktuelle Preismodell spiegelt den Ausbau der Bildungsarbeit wider, den die Klima-Kollekte weiter fördern möchte. Durch den moderat angehobenen Preis um 2 Euro pro Tonne CO2 stehen den Klimaschutzprojekten sowie dem Bereich Bildung mehr Mittel zur Verfügung und ein weiterer und dennoch geringer Anteil deckt die Kosten der Verwaltung. Die Klima-Kollekte unterstützt neue Projekte bereits in der Entwicklungsphase noch umfangreicher im Bereich capacity-building und fördert die Beteiligten vor Ort bei dem Monitoring sowie in der Digitalisierung – ein wichtiger Beitrag in der Hilfe zur Selbsthilfe. 

Mit den Mitteln des neu geschaffenen Bildungsfonds erfährt die Bildungsarbeit der Klima-Kollekte eine finanzielle Stärkung. Um das Engagement für den Klimaschutz zu fördern und für den eigenen CO2-Fußabdruck zu sensibilisieren, stellt Ihnen die Klima-Kollekte ihr breit gefächertes 
Angebot zur Verfügung. 

Gemeinsam mit dem Anteil für den Kleinstprojektefonds, aus dem die Klima-Kollekte Klimaschutzprojekte in Ländern unterstützt, die auf Grund ihrer Lage oder aus strukturellen Gründen bisher wenig finanzielle Unterstützung finden, führt der Bildungsfonds weiterhin zu einer klaren Besonderheit und einem Alleinstellungsmerkmal unter den Kompensationsanbietern auf dem freiwilligen Kompensationsmarkt. 
 

Welcher Anteil der Kompensation fließt in die Projektarbeit?

Der weitaus überwiegende Teil der eingenommenen Mittel wird für die Projektarbeit und ein geringerer Anteil für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Deckt der Preis die Klimafolgekosten ab?

Die Klimafolgekosten sind eine Zusammenfassung aller Kosten, welche direkt oder indirekt durch den Klimawandel entstehen. Das heißt, dass neben direkten Kosten, wie z.B. Hochwasserschäden, auch schwer messbare Folgen abgedeckt werden sollen. Zu den schwer messbaren Folgen zählen u.a. humanitäre Katastrophen, die z.B. aufgrund knapp gewordener Ressourcen in Flucht oder regionale Konflikte münden. 
Es ist wissenschaftlich komplex, eine konkrete Preisbezifferung vorzunehmen. Das Deutsche Umweltbundesamt (siehe Publikation) ermittelte 180 € als durchschnittlichen Schadenspreis um die Folgen einer nicht vermiedenen Tonne CO2 zu beziffern. Der Vermeidungspreis ist jedoch viel geringer und unterscheidet sich je nach den verschiedenen Kosten im jeweiligen Land.

Bei der Klima-Kollekte ergibt sich der Preis für eine Tonne CO2 aus den durchschnittlichen Kosten, die bei der Durchführung der Klimaschutzprojekte einschließlich der Zertifizierung anfallen. Auch den Kleinstprojekten, die in der Entwicklung oftmals kostenintensiver sind, kommen Mittel zugute. Zudem fließt ab 1. Januar 2021 ein Euro des Tonnenpreises in die Bildungsarbeit der Klima-Kollekte, um das Engagement für den Klimaschutz zu fördern. Somit deckt der Preis, den die Klima-Kollekte für den Ausgleich einer Tonne CO2 ansetzt, nicht die Folgekosten des Klimawandels ab. Das Wissen um den hohen Preis jeder nicht vermiedenen Tonne sollte uns anhalten, möglichst viele Emissionen gar nicht erst zu verursachen. Für die nicht vermeidbaren Treibhausgase wird über unsere Projekte auch die lokale Bevölkerung unterstützt. Ihr Klimaschutzbeitrag leistet einen wichtigen Beitrag in den Regionen, die von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sind. 
 

Fragen zum CO2-Rechner

Was macht unseren CO2-Rechner so besonders?

Die Klima-Kollekte nutzt den CO2-Rechner von KlimAktiv der eigens für Österreich angepasst wurde.
Die Emissionsfaktoren beziehen sich auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die gemeinnützige Organisation KlimAktiv hat sie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) ermittelt. 

  • Die Emissionsfaktoren in unserem Rechner werden laufend geprüft und jährlich aktualisiert. So wird garantiert, dass die Daten immer dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand entsprechen. 
  • Das Deutsche Umweltbundesamt und das Deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit haben den Rechner entwickeln lassen und nutzen ihn ebenfalls.
  • Der CO2-Rechner berücksichtigt neben Kohlendioxid (CO2) alle weiteren Treibhausgase des 1997 von den Vereinten Nationen beschlossenen Kyoto-Protokolls, wie z.B. Methan und Lachgas. Alle relevanten Treibhausgasemissionen werden in CO2-Äquivalente umgerechnet.
  • Viele CO2-Rechner berücksichtigen nur oder vor allem die Mobilität. Bei unserem ist es möglich, die Emissionen vieler weiterer Bereiche des Lebens zu kalkulieren: Strombezug, Wärmeenergie, Veranstaltungen, Papier- und Printprodukte, Hotelübernachtungen und diverse Bereiche der Mobilität wie Fahrten mit PKW oder Zug können Sie bilanzieren.
     

Kann ich neben den Emissionen aus Flügen noch für weitere Bereiche CO2 berechnen und kompensieren?

Ja, der Klima-Kollekte ist wichtig, neben dem Fliegen auch die Emissionen anderer Bereiche berechnen zu können. Daher bieten wir auch Faktoren für die Bereiche Energie, Veranstaltung (Anreise, Übernachtung, Verpflegung), Papier und Druckerzeugnisse.

Auch für die Nutzung weiterer Verkehrsmittel (PKW inkl. Elektro- oder Plug-In-Hybridfahrzeuge, Bus und Bahn inkl. Fernzug) lassen sich die Emissionen berechnen.

Wenn Sie den Strombedarf Ihres E-Bikes oder E-Rollers kennen, lassen sich die Emissionen über unseren Rechner im Bereich Energie ermitteln.

Auch andere Bereiche, die im CO2-Rechner nicht aufgeführt sind, können wir versuchen für Sie zu ermitteln. Stellen Sie uns hierfür bitte eine Anfrage per Email an officedontospamme@gowaway.klima-kollekte.at
 

Woher kommen die CO2 Faktoren für den Rechner?

Der CO2-Rechner der Klima-Kollekte wird gespeist mit den Daten von KlimAktiv. Die gemeinnützige GmbH berechnet diese anhand von Daten des ifeu (Institut für Energie und Umweltforschung, Heidelberg), insbesondere nach dem dort entwickelten TRE-MOD (Transport Emission Model), sowie durch GEMIS, Ecoinvent und IPCC. Diese unabhängigen Datenquellen stellen sicher, dass z.B. nicht auf Daten von Fluggesellschaften zurückgegriffen werden muss und eine Abhängigkeit in dieser Richtung ausgeschlossen werden kann.

Wie oft werden die Daten im CO2-Rechner aktualisiert?

KlimAktiv prüft die Faktoren laufend. Einmal jährlich (zum Jahresbeginn) gibt es für alle Faktoren ein Update.

Warum hat sich die Klima-Kollekte für eine Kooperation mit KlimAktiv für den CO2 Rechner entschieden?

  • KlimAktiv ist eine gemeinnützige Organisation.
  • KlimAktiv wird vom Deutschen Umweltbundesamt und dem Deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit empfohlen.
  • Die Datenbereitstellung ist seriös, transparent, nachvollziehbar und wird jährlich aktualisiert.
  • Die Nutzungsgebühren sind für eine gemeinnützige Organisation akzeptabel und deutlich geringer als eine Eigenentwicklung wäre. Zudem gibt es bereits einige solide Rechner, sodass wir gern auf das gute und wissenschaftlich geprüfte Angebot zurückgreifen, bevor noch ein weiterer Rechner entwickelt wird.

Warum gibt es im CO2-Rechner auch Emissionsfaktoren für Bahnfahren oder die Nutzung von Ökostrom?

Gerade bei Kurzstrecken ist die Bahn jedenfalls das klimafreundlichere Transportmittel als das Flugzeug. Auch die Bahn wirbt damit zu den klimafreundlichsten Verkehrsmitteln zu zählen. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben sich mit ihrer Klimaschutzstrategie zudem ambitionierte Ziele gesetzt, die wir begrüßen. Dennoch sind aus unserer heutigen Sicht null Emissionen nicht möglich, denn der Bau von Bahnhöfen, die Wartung von Zügen und schließlich die Entsorgung von Schienen, etc. benötigen Energie, die noch nicht vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.

Analog lässt sich das auch für Ökostrom sagen: Wo Ökostrom drauf steht, ist nicht unbedingt nur Ökostrom enthalten. Zwischen Anbietern von Strom gemäß Österreichischem Umweltzeichen und jenen Stromanbietern, die 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern ausweisen, gibt es einen Unterschied. Dieser liegt darin, dass bei zertifizierten Stromanbietern sichergestellt ist, dass 100% des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern stammen und die jeweiligen Herkunftsnachweise gemeinsam mit den erzeugten Strommengen erworben werden. Gleichzeitig ist ausgeschlossen, dass Strom aus atomaren, fossilen oder unbekannten Quellen gehandelt wurde. Stromanbieter, die nicht zertifiziert sind, aber 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern ausweisen, können aufgrund der aktuellen Rechtslage mit Strom aus atomaren, fossilen und unbekannten Quellen handeln und durch den Zukauf von Herkunftsnachweisen für erneuerbaren Strom dennoch 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern im Versorgermix ausweisen. Wählen Sie daher am besten einen Anbieter mit österreichischem Umweltzeichen Richtlinie UZ 46 (oder vergleichbaren Zertifikaten). 

Sollten Sie bereits zertifizierten Ökostrom beziehen, können Sie das in unserem CO2 Rechner angeben.

Der Rechner findet meinen Flughafen nicht. Was kann ich tun?

Versuchen Sie einmal die englische Bezeichnung des Ortes oder suchen Sie im Internet nach dem Kürzel des Flughafens (IATA Codes).

Falls der deutsche Name des Ziel- oder Abflugortes im Rechner nicht auffindbar war, freuen wir uns, wenn Sie uns Bescheid geben an officedontospamme@gowaway.klima-kollekte.at Wir kümmern uns dann schnellstmöglich darum, dass der Ort in den Rechner ergänzt wird.

Im Rechner wird nach dem Berechnen eines neuen Datensatzes der vorherige Datensatz gelöscht. Was kann ich tun?

Manchmal hat es mit den Cookies zu tun, die Sie als NutzerIn aktiviert haben müssen, damit der Rechner funktioniert. Auch ein Löschen der Cookies kann bei Problemen Abhilfe schaffen. Die Einstellungsoptionen für Ihre Cookies finden Sie üblicherweise in den Einstellungen Ihres Browser (je nach Browser z.B. unter “Datenschutz und Sicherheit”). 

Sollten Sie weiterhin Probleme haben, schreiben Sie uns bitte einfach eine E-Mail an officedontospamme@gowaway.klima-kollekte.at. Wir bemühen uns dann sehr gerne, Ihnen weiterzuhelfen. 

Fragen zu Bezahlung, Zertifikat, Zuwendungsbestätigung und steuerlicher Absetzbarkeit

Muss ich mich im Kundenbereich anmelden, um zu kompensieren?

Sie können online kompensieren ohne ein Kundenkonto zu erstellen bzw. sich in Ihrem Kundenkonto anzumelden. ACHTUNG: Da wir Ihre Daten in diesem Fall nicht erhalten, können keine Rechnung, keine Zuwendungsbestätigung und kein Zertifikat für Sie erstellt werden und wir können Ihre Kompensation leider nicht zur steuerlichen Absetzbarkeit an das Finanzamt melden. Dies ist auch der Fall, wenn Sie sich erst nach der Kompensation in Ihrem Kundenkonto anmelden. 

Ich habe mein Passwort vergessen – was muss ich tun?

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben, klicken Sie in der Benutzeranmeldung auf den „Passwort vergessen“-Button, der sich unter dem Anmeldefeld befindet. Im nächsten Fenster geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken auf „Passwort zurücksetzen“. Sie erhalten dann von uns eine E-Mail mit weiteren Instruktionen.

Kann ich Berechnungen speichern und später kompensieren?

Ja, Sie können Emissionen berechnen und für eine spätere Kompensation speichern, wenn Sie sich dazu mit einem Benutzerkonto anmelden. In Ihrem Kundenkonto finden Sie eine Übersichtsliste mit Ihren Berechnungen. Hier können Sie jederzeit weitere Berechnungen hinzufügen, mehrere Berechnungen in einer Gesamtrechnung zusammenfassen und kompensieren.

Welche Bezahlmöglichkeiten habe ich?

Sie können Ihre Emissionen entweder direkt online oder per Überweisung begleichen. Online steht Ihnen die Bezahlung per Kreditkarte (American Express, MasterCard, Visa) oder Online-Banking (eps Sofort-Überweisung) zur Verfügung.

Möchten Sie den Kompensationsbeitrag lieber direkt über Ihre Bank überweisen, können Sie sich in Ihrem Kundenkonto eine Rechnung erstellen und den Betrag unter Angabe der Rechnungsnummer überweisen. Nach Zahlungseingang erhalten Sie eine E-Mail von uns, dass Ihre Dokumente (Zuwendungsbestätigung und Klimaschutzzertifikate) nun in Ihrem Kundenbereich zur Verfügung stehen.

Ich möchte ohne vorherige Berechnung etwas für Klimaschutz spenden. Geht das?

Ja, das ist möglich. Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten: 

1. Indem Sie auf der Website unten rechts den Button „Jetzt CO2-Emissionen berechnen und kompensieren“ klicken, öffnet sich ein Feld „Direktkompensation“ – hier lassen sich ein spezifischer Geldbetrag oder eine bestimmte Menge CO2-Emissionen eintragen und kompensieren.

2. Sie können auf der Startseite auf die Icons „Einfach kompensieren!“ oder „CO2-Fußabdruck“ klicken und werden dann zum Zahlungsprozess weitergeleitet. 

3. Mittig auf der Startseite hervorgehoben im kreisförmigen Element (siehe Bild) können Sie ihren Kompensationsbeitrag eingeben und direkt kompensieren.

4. Natürlich können Sie Ihre Kompensation auch gerne direkt auf unser Kompensationskonto einzahlen.  

 
Die Bankverbindung lautet:  
IBAN: AT052011128711966318 (lautend auf Diakonie Austria) 
BIC: GIBAATWWXXX (Erste Bank) 
Verwendungszweck: Kompensation von Treibhausgasen 

Wie erhalte ich ein Zertifikat und eine Zuwendungsbestätigung, wenn ich nicht online über die Webseite bezahlt habe?

Zahlungen, die direkt auf das Konto der Klima-Kollekte überwiesen werden, können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden. 
Möchten Sie von uns eine Zuwendungsbescheinigung und ein Zertifikat erhalten und wünschen eine Weiterleitung zur steuerlichen Absetzbarkeit ans Finanzamt, dann teilen Sie uns bitte Ihre Daten mit (Name/Firmenname, Adresse, Kompensationsdatum, bei Privatpersonen das Geburtsdatum). Dies machen Sie bitte entweder direkt in der Überweisung oder per E-Mail an officedontospamme@gowaway.klima-kollekte.at.

Nur wenn Sie uns Ihre Daten mitteilen, können wir Ihnen eine Zuwendungsbestätigung und ein Zertifikat zuschicken. Dies erfolgt in der Regel innerhalb von einigen Wochen nach Zahlungseingang.

Ist eine regelmäßige Zahlung an die Klima-Kollekte möglich?

In Form eines Dauerauftrages können Sie eine monatliche, quartalsweise oder halbjährliche  Kompensation an die Klima-Kollekte auslösen.
Unsere Bankverbindung bei der Erste Bank lautet:

IBAN: AT052011128711966318
BIC: GIBAATWWXXX,
Verwendungszweck: Kompensation von Treibhausgasen

Wenn Sie ein Klimaschutzzertifikat sowie eine Zuwendungsbestätigung am Anfang des neuen Jahres über die Gesamtmenge des Vorjahres erhalten und Ihre Kompensation steuerlich absetzen möchten, senden Sie uns bitte noch Ihre Adresse, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum per Email an officedontospamme@gowaway.klima-kollekte.at oder im Kommentarfeld des Dauerauftrages.