Das Fliegen umweltschädlich ist, ist bekannt... wie lässt sich darüber hinaus der CO2 Ausstoß reduzieren?

weiterlesen

Was ist ein ökologischer Fußabdruck und wie ist es möglich ihn zu berechnen?

weiterlesen

Freizeit

Klimaschonend Mailen und Surfen

Jede Suche im Internet aktiviert Großserver, die wiederum viel Strom in Rechenzentren verbrauchen. Um Ihre internetfähigen Geräte möglichst nachhaltig zu nutzen, verwenden Sie die Suchmaschinen Ecosia.de oder Ecosearch.org, die umweltbewusst sind. Die Suchmaschine Ecosia beispielsweise wird ausschließlich durch Ökostrom betrieben und investiert zusätzlich alle Gewinne aus Werbeeinnahmen in Aufforstungsprojekte. Wenn alle auf diese Suchmaschine umsteigen, werden viele neue Bäume gepflanzt, die viel CO2 binden können. Generell gilt: Jede Suchanfrage kostet Energie, da Großserver genutzt werden. Es empfiehlt sich, das bei jeder Suche vorab zu bedenken. Auch nachhaltige Email-Adressen sind auf dem Markt: posteo.de und biomail.de bieten hier gute Alternativen zu konventionellen Email-Anbietern, da ihre Server zertifizierten Ökostrom verwenden. Ein weiterer Vorteil: Die Seiten sind frei von Werbung.

Oder frei nach Peter Lustig: mal abschalten! Gönnen Sie sich und dem Klima öfter mal einen Abend oder ein Wochenende ohne Apps, Tablet & Co.

Streaming

Die Nutzung von Mediatheken, Netflix, Youtube und Co benötigt viel Energie, daher kann in Bezug auf Klimaschonung einiges beachtet werden:

  • Am besten nicht alleine Streamen, sondern mit anderen schauen.
  • HD Qualität vermeiden; in der Regel genügt deutlich geringere Bildqualität
  • Keine Musik über youtube hören, wenn es nicht gezielt um das Musikvideo geht
  • Clouddienste sparsam nutzen; lieber auf Videos auf (externer) Festplatte zurückgreifen als online gehostete
  • Streaming ausschließlich über WLAN (mobiles Netz benötigt deutlich mehr Energie)
  • Videos eher über energiesparendere Geräte ansehen (Laptops, Smartphones, etc. als über Desktoprechner oder Fernseher)

 

Klimafreundlich Schenken

Achten Sie bei Geschenken auf Umwelt- und Klimafreundlichkeit! Es ist ein schönes Gefühl, anderen eine Freude zu bereiten und etwas zu schenken. Dabei können Sie auch ans Klima denken. Je nützlicher, langlebiger und energiesparsamer ein Geschenk in Produktion und Nutzung ist, desto besser für die Umwelt. Achten Sie bei elektronischen Geräten darauf, ob der/die Beschenkte sie wirklich benötigt und ob es eine energiesparsame Version davon gibt.

Auch ein Spendengeschenk oder ein Gutschein für nachhaltige Anbieter kann - besonders für Menschen, bei denen Sie nicht wissen, was sie Ihnen schenken sollen - etwas Passendes sein. Viele Hilfsorganisationen bieten so etwas mit kreativen Ideen an. Auch Weltläden haben originelle Gegenstände.

Die Klima-Kollekte bietet Gutscheine an: Kompensieren Sie z.B. die Emissionen der letzten Urlaubsreise oder des Jahresverbrauches des Autos Ihrer/-s Liebsten und wir erstellen Ihnen einen Geschenkgutschein für den Gabentisch.

Selbstmachen ist übrigens nicht nur klimafreundlich, sondern auch voll im Trend. Wie wäre es also mit selbstgemachten Pralinen? Selbstgemachtes, wie beispielsweise Marmelade mit Früchten aus dem eigenen Garten, Gebasteltes aus umweltfreundlichen oder mehrfach genutzten Materialien (upcycling) stehen ganz oben auf der grünen Liste. Übrigens: Meistens lässt sich Geschenkpapier wiederverwerten. Das spart unnötigen Papier- oder Plastikmüll und damit auch ein wenig CO2. Auch eine ökologische Verpackung Ihres Geschenkes trägt zum Klimaschutz bei, energieintensiv produzierte Geschenkfolie landet hingegen meist ohne große Beachtung schnell auf dem Müll.

Freiluft statt Fitness

Joggen oder Spazierengehen an der frischen Luft statt auf´s Laufband im Fitnessstudio zu gehen verbraucht deutlich weniger Energie für Strom und Heizung.

Car Sharing - eigenes Auto abschaffen

Eine umweltfreundliche Alternative für die, die nicht auf das Autofahren verzichten wollen, ist das Carsharing. Im Durchschnitt ersetzt ein Carsharing-Fahrzeug nämlich etwa vier bis acht private PKWs; in der Innenstadt sogar bedeutend mehr, da dort fast 80 % der NutzerInnen kein eigenes Auto besitzen. Dies bedeutet, dass weniger Neuwagen produziert werden müssen, um den Bedarf der AutofahrerInnen zu decken. Vielerorts ist es in Deutschland möglich, sich nach Zahlung einer Jahresgebühr einen Wagen für einen vereinbarten Zeitpunkt auszuleihen. Manchmal stehen die geteilten Autos auch in Ihrer unmittelbaren Nähe und lassen sich per Smartphone-App ganz einfach nutzen. Geteilte Autos bedeuten eine optimierte Nutzung und ersparen Ihnen Zeit und Nerven für Reparaturen, TÜV und Parkplatzsuche.

Elektronik im Auto mit Bedacht anstellen

Schalten Sie jede Elektronik im Auto, die Sie nicht unbedingt benötigen, aus. Wer ganzjährig möglichst wenig Elektronik nutzt (z.B. auch Sitzheizung) schont die Starterbatterie - deren Schwäche immer noch Hauptgrund bei Autopannen ist.
Klimaanlagen sind zwar bei extrem heißen Temperaturen hilfreich, um konzentriert bleiben zu können, aber jedes Grad mehr bedeutet weniger Energie und weniger höchst klimaschädliche Kühlungsflüßigkeit, wie das Mittel Thetrafluorethan. Der Effekt auf´s Klima ist über 1.000-mal höher als bei der Nutzung von CO2 zur Kühlung, womit seit ein paar Jahren experimentiert wird. Wenn Sie eine Klimaanlage haben, nutzen Sie diese nur, wenn offene Fenster wirklich nicht ausreichen, kühlen Sie maximal 6 Grad unter Außentemperatur und lassen Sie die Klimaanlage und den Kältemittelstand regelmäßig prüfen. Mehr Informationen zu Klimaanlagen im Auto gibt es z.B. unter www.autoklimaanlage.info oder beim Umweltbundesamt.

Regionales Bier statt Import-Bier

Beim Entspannen im Biergarten oder Genießen des wohlverdienten Feierabends können Sie auf regionale Biere zurückgreifen anstatt auf Import-Biere. Das spart eine Menge CO2, da es nicht so weit transportiert werden muss. Außerdem lernt man immer wieder neue leckere regionale Biersorten kennen.

Getränke klimafreundlich kühlen

Wenn Getränke vorab kühl im Keller oder im kalten Wasser gelagert waren, dann verbraucht die anschließende Kühlung im Kühlschrank weniger Energie. Auch Verdunstungskälte kann man sich zunutze machen, indem eine Flasche in ein nasses Tuch eingeschlagen wird. Übrigens: Ein voller Kühlschrank hält die Kälte besser und verbraucht daher weniger Energie. Die Temperatur sollte dabei nicht weniger als 6-7 Grad betragen.

Smarte Handynutzerinnen und -nutzer

Jährlich werden weltweit 1,5 Mrd. Handys produziert – in jedem sind wertvolle Stoffe wie Kobalt und Gold. Wie wäre es mal, kein neues Handy zu kaufen? Auch wenn Sie das alte Handy günstig weitergeben oder der Nichte schenken würden, gilt: Jedes eingesparte neue Handy dient dem Klimaschutz. Nutzen Sie Ihr mobiles Telefon möglichst lange und achten Sie darauf, dass Einzelteile (wie Akku) ersetzbar sind. Wenn Sie ein neues Smartphone brauchen, können Sie auch ein faires oder gebrauchtes kaufen, mehr Infos bei AfB und Utopia.

Wenn der Akku Ihres Smartphones oder Tablets schnell leer ist, dann empfiehlt es sich, die Leuchtintensität und die Dauer der Beleuchtung auf 15 Sekunden zu reduzieren. Wenn Sie Bluetooth, Datenverbindung, WLAN und GPS beim Handy deaktivieren, wenn es nicht unmittelbar in Verwendung ist, lässt sich weitere Energie sparen.

Umweltfreundliche Outdoorkleidung

Wer ganz klimafreundlich oft längere Strecken mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, ist froh über gute Outdoorkleidung. Leider geht deren Funktionalität häufig mit einem hohen Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien und synthetischen Materialien einher, die energieintensiv produziert werden müssen. Zum Glück gibt es immer mehr Alternativen, z. B. die Verwendung von recyceltem Polyester oder Naturfasern und der Verzicht auf PFCs.

 

Interessante CO-Spartipps für weitere Bereiche des Lebens finden Sie hier.