A Vision for Clean Cooking Access for All

Die Studie "A Vision for Clean Cooking Access for All" hebt hervor, dass fast ein Drittel der Weltbevölkerung, etwa 2,3 Milliarden Menschen, immer noch auf rudimentäre Kochmethoden angewiesen ist. Diese Menschen kochen ihre Mahlzeiten über offenen Feuern oder einfachen Herden, was schädlichen Rauch freisetzt und zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führt. Diese Praxis ist noch heute in 128 Ländern verbreitet und verursacht schwerwiegende gesundheitliche Folgen, insbesondere Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben 3,7 Millionen Menschen vorzeitig aufgrund schlechter Innenraumluftqualität, wobei Frauen und Kinder am stärksten betroffen sind. In Afrika sind Frauen und Kinder für 60% der frühzeitigen Todesfälle durch Rauchinhalation verantwortlich.

Frauen und Mädchen sind besonders benachteiligt durch den Mangel an sauberer Kochtechnologie. Sie tragen oft die Hauptverantwortung für das Kochen und verlieren dadurch wertvolle Zeit, die sie für Bildung oder wirtschaftliche Aktivitäten nutzen könnten. Zudem haben sie oft wenig Einfluss auf Haushaltsausgaben, was Investitionen in saubere Kochlösungen erschwert. Die wirtschaftlichen Kosten und Umweltbelastungen durch diese Praktiken sind enorm. Haushalte ohne saubere Kochmethoden verbringen durchschnittlich fünf Stunden pro Tag mit der Brennstoffbeschaffung und dem Kochen. Die Abhängigkeit von Holz und Holzkohle führt jährlich zur Abholzung von Wäldern in der Größe Irlands, besonders in Ost- und Südafrika.

Während in Asien und Lateinamerika Fortschritte bei der Einführung sauberer Kochtechnologie erzielt wurden, steigt in Subsahara-Afrika die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Kochen weiterhin an. Bis 2030 wird die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Kochen von 2,3 Milliarden auf 1,8 Milliarden sinken, wobei Afrika weiterhin hinterherhinkt. Obwohl es technologisch ausgereifte Lösungen wie LPG-Herde und elektrische Kochgeräte gibt, fehlt es an Umsetzungskapazität und finanziellen Mitteln, insbesondere in Afrika. Weniger als ein Drittel der Pläne für sauberes Kochen in Afrika sind derzeit finanziert.

Für die Erreichung universellen Zugangs zu sauberem Kochen bis 2030 sind jährliche Investitionen von etwa 8 Milliarden USD erforderlich. Diese Investitionen würden erhebliche Vorteile mit sich bringen, darunter weniger vorzeitige Todesfälle, Zeitersparnis und positive Umweltauswirkungen, einschließlich einer Reduktion von CO2-Emissionen um 1,5 Gigatonnen bis 2030. Der Übergang zu sauberem Kochen schafft Arbeitsplätze, reduziert jedoch auch die Abhängigkeit von Holzkohle, was Auswirkungen auf die informelle Wirtschaft in Afrika hat. Ein gerechter Übergang ist notwendig, um die betroffenen Arbeitskräfte zu unterstützen und umzuskillen.

Starke nationale Führung und Programme, die von internationaler finanzieller Unterstützung begleitet werden, sind entscheidend für die Erreichung universellen Zugangs zu sauberem Kochen. Frauen müssen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, und Peer-to-Peer-Advocacy, insbesondere von Frauen geführt, kann den dauerhaften Einsatz sauberer Kochmethoden fördern. Finanzielle Unterstützung ist notwendig, um die anfänglichen Kosten für saubere Kochgeräte und in einigen Fällen die laufenden Brennstoffkosten zu decken. Etwa die Hälfte der erforderlichen jährlichen Investitionen sollte durch konzessionäre Finanzierungen gedeckt werden, insbesondere in den ärmsten Regionen.

Die ganze Studie finden sie hier: https://iea.blob.core.windows.net/assets/212dda1e-63ec-4f42-a530-f2ef3da74fdf/AVisionforCleanCookingAccessforAll.pdf

Die Klima-Kollekte unterstützt die Verbreitung sauberer Kochmethoden durch mehrere Klimaschutzprojekte in verschiedenen Ländern. Hier sind einige Beispiele, wie diese Projekte helfen:

  1. Energieeffiziente Kochstellen in Ruanda: Dieses Projekt zielt darauf ab, energieeffiziente Kochstellen in der Südprovinz Ruandas zu installieren. Diese Kochstellen verbrauchen bis zu 45% weniger Feuerholz oder Holzkohle im Vergleich zu herkömmlichen Feuerstellen, was die Abholzung reduziert und den Zeitaufwand für die Brennstoffsuche verringert. Die höhere Effizienz führt zu einer Zeitersparnis von bis zu 23,5% beim Kochen und reduziert die gesundheitliche Belastung durch Rauchentwicklung erheblich. Darüber hinaus schafft das Projekt Arbeitsplätze, indem lokale Gemeinschaften in die Herstellung und Wartung der Kochstellen einbezogen werden.

  2. Nachhaltige Energie in Nepal: In Nepal werden die Installation von Biogasanlagen und verbesserte Kochherde gefördert. Diese Technologien reduzieren die Abhängigkeit von Brennholz, was die Abholzung verringert und die Gesundheit verbessert, da weniger Rauch entsteht. Frauen profitieren besonders, da sie weniger Zeit mit dem Sammeln von Brennholz verbringen müssen und sich anderen Aktivitäten widmen können. Das Projekt trägt auch zur Geschlechtergerechtigkeit bei, indem es Frauen einkommensgenerierende Möglichkeiten bietet.

  3. Energieeffiziente Kochherde in Uganda: In Uganda uwird die Einführung energieeffizienter Kochherde unterstützt, die den Brennholzverbrauch um 40% und die Rauchemissionen erheblich reduzieren. Diese Herde sind langlebig, sicher und werden aus lokalen Materialien hergestellt, was zusätzlich Arbeitsplätze schafft. Das Projekt wurde trotz der COVID-19-Pandemie erfolgreich gestartet und hat bereits zahlreiche Haushalte mit den neuen Herden ausgestattet, die die Lebensbedingungen und die Gesundheit der Nutzer verbessern.

IHR KLIMASCHUTZBEITRAG ÜBER DIE KLIMA-KOLLEKTE ZÄHLT! Eine Spende über die Klima-Kollekte trägt nämlich wesentlich dazu bei, nachhaltige und saubere Kochtechnologien in Entwicklungsländern zu fördern. Durch Ihre Unterstützung ermöglichen Sie den Bau und die Verteilung energieeffizienter Kochherde, die den Brennholzverbrauch erheblich reduzieren und die gesundheitliche Belastung durch Rauchentwicklung verringern.