Für die Adivasi-Gemeinschaften in den Wäldern Andhra Pradeshs ist Kochen eine tägliche Erschöpfung: Stunden im Rauch, Stunden im Wald nach Holz suchen – und das bei schrumpfender Waldfläche. Ein einfacher, effizienter Kochherd verändert diesen Kreislauf. Dieses Projekt bringt verbesserte Kochstellen (ICS) in entlegene Dörfer, reduziert Holzverbrauch um 25% und schützt gleichzeitig Gesundheit, Wald und Klima.
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Quick Facts
Indien, Distrikt Visakhapatnam & East Godavari, Andhra Pradesh
Energieeffizienz
56.362 Tonnen CO₂e
Gold Standard (GS ID 2540)
LAYA
Beitrag zu den SDGs
Fact Sheet downloaden (pdf)
Was hat Kochen mit Klimaschutz zu tun
In den acht Mandals (= eine Verwaltungseinheit in einem indischen Bundesstaat) der Distrikte Vishakhapatnam und East Godavari leben die Adivasi – Indiens indigene Bevölkerung – tief eingebettet in den Wald. Dieser Wald wird jedoch immer kleiner: Walddegradierung und steigender Holzbedarf zwingen Frauen und Kinder, täglich weitere Wege zurückzulegen, um genug Brennholz für drei Mahlzeiten zu sammeln.
Das herkömmliche Drei-Steine-Feuer verbrennt Holz ineffizient und füllt die Kochräume mit gesundheitsschädlichem Qualm. Rauchbedingte Atemwegserkrankungen sind in diesen Gemeinschaften weit verbreitet – und treffen besonders die Frauen, die täglich stundenlang am Feuer stehen.
Kochherd statt Drei-Stein-Feuer
Das Projekt verteilt SARALA-Kochstellen (ICS – Improved Cook Stoves): baulich optimierte Herde, die mit 25% weniger Brennholz auskommen als traditionelle Feuerstellen. Bis Ende 2018 wurden in 127 Dörfern des Distrikts Vishakhapatnam insgesamt 4.693 Herde von der lokalen Bevölkerung selbst gebaut und in Betrieb genommen – insgesamt sind 6.339 Haushalte mit ICS-Herden ausgestattet. Die Herde werden aus lokal verfügbaren Materialien eigenständig errichtet, was ihre Akzeptanz und langfristige Nutzung sicherstellt.
Was sich im Alltag ändert
Gesundheit & Sicherheit
Weniger Rauch bedeutet weniger Krankheit. Der neue Herd leitet Abgase gezielt ab und reduziert die Schadstoffbelastung in Innenräumen erheblich. Familien – besonders Frauen und Kleinkinder – sind deutlich weniger gesundheitsschädlichem Qualm ausgesetzt als am offenen Drei-Steine-Feuer.
Zeit für andere Aufgaben
Wer 25% weniger Holz verbraucht, muss entsprechend seltener in den Wald. Für Adivasi-Frauen, die täglich weite Wege auf sich nehmen, ist das ein echter Gewinn an Zeit – Zeit für die eigene Landwirtschaft, die Kinder oder Bildungsangebote.
Umwelt, Wälder & Klima geschützt
Von 2019 bis 2022 wurden bereits 25.091 Tonnen CO₂e eingespart. Der reduzierte Holzeinschlag entlastet die ohnehin schrumpfenden Wälder der Region und schützt die naturnahe Lebensgrundlage der Adivasi, die eng mit dem Walderhalt verknüpft ist.
Lokale Wertschöpfung
Die Kochstellen werden nicht geliefert, sondern lokal selbst gebaut. Adivasi-Frauen erhalten Schulungen in Bau und Wartung – und können das Wissen als Multiplikatorinnen an andere Dörfer weitergeben und eigene Workshops zur Konstruktion und Reparatur anbieten.
Stimmen aus dem Projekt

„Der Grund, warum wir zusammenarbeiten, liegt hauptsächlich darin, dass sie am anfälligsten für den Klimawandel sind – insbesondere durch die Abhängigkeit von Niederschlägen, die sich auf ihre Landwirtschaft und somit auch auf ihre Ernährung direkt auswirkt. Wir arbeiten auch mit ihnen zusammen, um das Leben von Frauen zu verbessern.“
— Siddharth Dsouza, LAYA
So funktioniert der ICS-Herd
Transparenz: Register & Dokumente
Dieses Projekt ist im Gold Standard Register einsehbar; dort können stillgelegte Zertifikate transparent nachvollzogen werden.
Wenn Sie tiefer ins Projekt einsteigen möchten, finden Sie hier Projektunterlagen und Erfahrungsberichte.













