Wenn Holz knapp ist, wird Kochen zur täglichen Belastung – für Gesundheit, Zeit und Natur. In Teilen Indiens ist Holz für viele Familien der wichtigste Brennstoff, gekocht wird oft auf traditionellen, ineffizienten Öfen mit hoher Rauchbelastung. Dieses Projekt hilft Familien beim Umstieg auf Biogas und energieeffiziente Kochherde – für ein sichereres, saubereres Zuhause und weniger Druck auf die Wälder.
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Quick Facts
Beitrag zu den SDGs
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Was hat Kochen mit Klimaschutz zu tun
In den Projektregionen sind Holzressourcen knapp, dennoch ist Brennholz für viele Familien der Hauptbrennstoff. Kochen auf offenen oder ineffizienten Feuerstellen bedeutet starke Rauchbelastung, die Atemwege und Augen beeinträchtigen kann. Gleichzeitig erhöht die anhaltende Nachfrage nach Brennholz den Druck auf Wälder und kann Entwaldung verstärken. Weil Frauen traditionell für das Sammeln von Holz zuständig sind, müssen sie oft immer längere Strecken zurücklegen und sind dabei zusätzlichen Gefahren ausgesetzt.
Sauber kochen – ohne Feuerholz
Das Projekt installiert Biogasanlagen (Vergärer) mit rund 2 m³ Fassungsvermögen für Einzelhaushalte. Als Input dient Rinderdung, der in den Haushalten anfällt, und die Biogas-Kochstellen ersetzen die traditionellen Holzfeuerstellen. In Nordindien werden zusätzlich 12.000 energieeffiziente Kochherde und 10.000 Biogasanlagen in Zusammenarbeit mit ADATS und lokalen NGOs geplant. Familien erhalten Zugang zu einer Kochmöglichkeit, die weniger Rauch erzeugt und den Alltag spürbar erleichtert. Die Technik ist so konzipiert, dass sie mit lokalen Materialien gebaut und vor Ort gewartet werden kann.
Was sich im Alltag ändert
Gesundheit & Sicherheit
Durch weniger Ruß und Rauch in Innenräumen verbessert sich die Luftqualität in der Küche. Die Krankheitsbelastung sinkt. Verbrennungen an offenen Kochstellen werden weniger.
Zeit für andere Aufgaben
Frauen profitieren besonders, weil das zeitaufwändige Sammeln von Holz zum Kochen überflüssig wird. Mit Gas zu kochen geht schneller und die Töpfe sind leichter zu reinigen. Die gewonnene Zeit kann für Erwerarbeit, Haushalt oder Kinderbetreuung genutzt werden.
Umwelt, Wälder & Klima geschont
Wenn weniger Brennholz benötigt wird, sinkt die Nachfrage – das trägt zur Erhaltung der Wälder bei. Organische Abfälle werden genutzt, statt unkontrolliert in die Umwelt zu gelangen und als Nebenprodukt entsteht nährstoffreicher Dünger. Dieser Dünger kann chemische Düngemittel ersetzen und so Bodenqualität und Erträge unterstützen.
Lokale Wertschöpfung
Bau und Wartung der Biogasanlag erfolgen vor Ort und schaffen Arbeitsplätzeund Unabhängigkeit in der Region.

Eine Teilnehmerin aus dem Projekt beschreibt ihre verbesserte Lebenssituation so:
„Früher mussten wir alle Feuerholz holen und auf einem offenen Feuerofen kochen. Jetzt brauchen wir überhaupt kein Feuerholz mehr zu holen. Das Kochen geht so schnell; die Kinder müssen nicht mehr auf einen Snack oder eine Mahlzeit warten. Unsere Gefäße werden nicht schwarz; alles ist so sauber. Es gibt überhaupt keinen Rauch mehr; unsere Gesundheit hat sich wirklich verbessert.“
— Venkatalaxmamma (ADATS)
So funktioniert Biogas
Eine Biogasanlage besteht aus einem Faulbehälter mit Gasraum und wird als kuppelförmige Konstruktion aus Ziegeln gemauert. Über eine Öffnung werden organische, biologisch abbaubare Abfälle (z. B. Kuhdung) eingefüllt; durch Vergärung entsteht Biogas. Das Gas sammelt sich im oberen Bereich und wird bei Bedarf zu den Kochern im Haushalt geleitet.
Vom Kuhdung zur Energie
Was nach „Technik“ klingt, ist im Alltag vor allem Entlastung: weniger Rauch in der Küche, weniger Holzsammeln, schnelleres Kochen – und damit mehr Sicherheit und Zeit im Familienleben. Sehen Sie im folgenden Video, wie die Biogasanlagen gebaut und von den Familien genutzt werden.
Das ganze Video aus dem Projekt finden Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=jPHINoBmIXM
Transparenz: Register & Dokumente
Dieses Projekt ist im Gold Standard Register einsehbar; dort können stillgelegte Zertifikate transparent nachvollzogen werden.
- https://registry.goldstandard.org/projects/details/697
- https://registry.goldstandard.org/projects/details/1182
- https://registry.goldstandard.org/projects/details/687
Wenn Sie tiefer ins Projekt einsteigen möchten, finden Sie hier Projektunterlagen und Erfahrungsberichte.
- Project Design Document (pdf, 825,7 KB)
- Rajammas Erfahrungsbericht (pdf, 392,9 KB)
- Lakshmidevammas Erfahrungsbericht (pdf, 331,4 KB)
- Shantammas Erfahrungsbericht (pdf, 456,9 KB)
- Bericht von Ram Esteves vom 01. Juni 2020 (pdf, 106,8 KB)
- Bericht von Ram Esteves vom 18. Mai 2020 (pdf, 159,3 KB)
- Projektbeschreibung – ADATS, Indien (Juni 2025) (pdf, 715,8 KB)
















