Klimafinanzierung neu denken: Unternehmen als Teil der Lösung
In der Ausgabe 03/2026 von forum Nachhaltig Wirtschaften (S. 17) beleuchtet ein aktueller Beitrag, wie Klimafinanzierung wirksamer und gerechter gestaltet werden kann und welche Rolle Unternehmen dabei spielen.
Die Ausgangslage ist klar:
Die Klimakrise trifft Länder des Globalen Südens besonders stark, gleichzeitig fehlen dort die finanziellen Mittel für Klimaschutz und Anpassung. Öffentliche Finanzierungszusagen werden bislang nicht ausreichend erfüllt, und ein großer Teil der Mittel wird als Kredit vergeben – oft mit zusätzlichen Belastungen für ohnehin verschuldete Länder.
Um diese Finanzierungslücke zu schließen, braucht es zusätzliche Beiträge. Unternehmen können dabei eine wichtige Rolle übernehmen – vorausgesetzt, ihr Engagement geht über reine Emissionskompensation hinaus.
Ein Ansatz dafür ist das Contribution-Claim-Modell. Es verbindet drei zentrale Elemente:
- die konsequente Reduktion eigener Emissionen
- interne CO₂-Bepreisung
- sowie die Finanzierung hochwertiger Klimaschutzprojekte im Globalen Süden
Die erzielten Emissionsminderungen werden nicht auf die eigene Bilanz angerechnet. Stattdessen kommen sie vollständig den Klimazielen der Projektländer zugute. Das stärkt Transparenz, vermeidet Doppelzählung und leistet einen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit
Damit solche Beiträge tatsächlich wirksam sind, kommt es entscheidend auf die Qualität der Projekte an: Sie müssen nachweisbare Emissionsminderungen erzielen, langfristig wirken und zugleich konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort schaffen.
Ein Beispiel aus Nepal zeigt, wie das gelingen kann: Durch den Einsatz sauberer Energietechnologien und Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität profitieren tausende Haushalte gleichzeitig von besserer Gesundheit, geringeren Kosten und reduzierten Emissionen.
Klimafinanzierung ist eine gemeinsame Aufgabe. Neben staatlichen Mitteln braucht es auch zivilgesellschaftliches Engagement und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, um den globalen Herausforderungen wirksam zu begegnen.
👉 Der vollständige Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften, Ausgabe 03/2026 (S. 17) erschienen und kostenpflichtig online zugänglich.














