Kirchliches Umweltmanagement

Eigene Umweltauswirkungen systematisch anpacken und verbessern: Mit dem kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Hahn" bzw. "Grüner Gockel“  (in Süddeutschland) können Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen erfolgreich Umwelt und Klima schützen und Betriebskosten senken. Das System ist an kirchliche Bedürfnisse angepasst und erlaubt es, jeweils eigene Schwerpunkte und Ziele zu setzen. Die motivierende, beteiligungsorientierte Zusammenarbeit belebt Kirchengemeinde oder Einrichtung.

Fahrplan zur Einführung

Die Einführung eines Umweltmanagementsystems erfolgt nach einem festgelegten Fahrplan: Nach der Benennung eines Umweltbeauftragten und der Formulierung von Umweltleitlinien wird eine technische Bestandsaufnahme in den Bereichen Energie, Heizung, Wasser, Gebäude, Beschaffung und Entsorgung, Außenanlagen etc. vorgenommen. Anschließend führt der Weg über ein Umweltprogramm und das Umweltmanagementsystem bis zur Erprobung neuer Maßnahmen. Am Ende steht die Zertifizierung. Der "Grüne Hahn" erfüllt internationale und europäische Vorgaben. Gemeinden und Einrichtungen können sich daher nach der Europäischen Öko-Audit-Verordnung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) und DIN EN ISO 14001 ff  zertifizieren lassen.

Gute Argumente für den Grünen Hahn
Der „Grüne Hahn“ stärkt die kirchliche Glaubwürdigkeit nach innen und außen:
Wer von anderen den Schutz von Umwelt und Klima verlangt und gleichzeitig im eigenen Bereich wenig sorgsam mit Gottes Schöpfung umgeht, verliert auf Dauer an Glaubwürdigkeit. Umweltmanagement ist ein systematischer Weg von der Idee zum Handeln.

Der „Grüne Hahn“ unterstützt den Gemeindeaufbau:
Beim Umweltmanagement ist jede und jeder einzelne eingeladen, sich zu beteiligen. In Teamarbeit werden Projekte geplant und umgesetzt. So wird das Gemeinschaftsleben der Gemeinde gefördert.

Der „Grüne Hahn“ ist betriebswirtschaftlich wichtig und ökologisch bedeutsam:
Das Einsparen von Energie schützt nicht nur das Klima, sondern ist auch finanziell sinnvoll. Die EnergieAgentur.NRW schätzt allein für NRW ein kirchliches Einsparpotential von rund 150.000 Tonnen Kohlendioxid oder 40 Millionen Euro Energiekosten pro Jahr.

Aus: Ev. Kirche von Westfalen (2010): Der Grüne Hahn. Kirchliches Umweltmanagement. (Gibt es hier zum Download)

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